Dein Opt-In verstehen und lieben lernen. 

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Dein Opt-In verstehen und lieben lernen

Zuerst mal was ist ein Opt-In nicht?

Es ist keine Karotte um möglichst jeden Leser, der auf deiner Seite landet auf deine Newsletter-Liste zu locken. Es hat länger gedauert, bis ich die Geschichte mit einem Opt-In wirklich verstanden habe (Es ist ein kleines Geschenk als Gegenleistung für den Eintrag in die Newsletter-Liste. Der Artikel wurde vor der DSGVO geschrieben, bitte entsprechende rechtliche Anpassungen nicht vergessen.) Ich würde dir gerne zeigen, wie viel kluge Strategie und Liebe hinter deinem Opt-In stecken kann.

Dreh dein Denken und deine Strategie um: Es geht nicht um Verführung, sondern um Kontakt und Dialog

Was ist es?

Es ist eine kostenlose Arbeitsprobe. Wenn du online arbeitest und Menschen dich noch nicht kennen, wollen sie eine Erfahrung machen, wie es ist, mit dir zu arbeiten.

Falls du nicht schon dutzende Testimonials (Kunden-Feedbacks) von bekannten Trainern, Schauspielern, Autoren auf deiner Seite hast

keine Logos von 10 bekannten Zeitungen auf deine Artikel hinweisen

oder deine Talkshow im ganzen Land bekannt ist....

wollen deine Leser erst mal wissen, ob du wirklich halten kannst, was du versprichst. Denn Papier ist geduldig und viel schreiben kann jeder. Wie soll so eine Arbeitsprobe aussehen?

 

Du machst deine Leser an einem kleinen, aber entscheidenden Punkt erfolgreich.

Biete etwas Kurzes, Machbares an, das Menschen zu einem Erfolgserlebnis verhilft und zwar mit einem Thema, das sie schon länger beschäftigt und das wirklich eine Facette deiner Arbeit zeigt.

Dein Ziel ist, dass Menschen dein Opt-In wirklich öffnen, nutzen, dich kennen- und lieben lernen. Das sind Beispiele, wie es nicht geht:

Manche Menschen verschicken riesige E-Books als Opt-In. Auf der Plusseite: viele Menschen werden es sich holen in der Vorstellung, das mal an einem Regentag zu lesen. Auf der Minusseite: Es verschwindet bei den meisten in den Untiefen eines „sonstiges“ Ordners. Und das ist schlecht, denn damit erleben Menschen nicht, wer du bist und dass du ihnen wirklich helfen kannst.

 

Das ist klug:

Dein Opt-In muss Bezug haben zu deiner Arbeit. Ideal zum nächsten Angebot auf deiner käuflichen Produkt-Liste

Mach dein Opt-In kurz. Löse ein konkretes Problem. Das heisst, mach die Leser erfolgreich mit deinem Opt-In. Das ist das optimale Ergebnis und bildet das Vertrauen, das nötig ist um miteinander weiterzugehen. Das bedeutet in dem Fall: „Die Frau kann mir helfen“. Und das ist viel besser als: „Die Frau weiss zwar unglaublich viel. Aber ich habe keine Ahnung, ob das auch auf meine Situation angewendet werden kann.“

Mach lieber kein Opt-In als ein schlechtes Opt-In. Menschen kaufen in dem Mass, wie sie dir vertrauen.

Das Opt-In muss in der Grösse, dem Inhalt und der Qualität deinen bezahlten Produkten entsprechen:

In einer Business Facebook Gruppe las ich das Angebot, den persönlichen Tagesplaner von einem Gesundheitscoach runterzuladen. Ich war neugierig, denn ich arbeitete gerade an meinem Strategiebuch. Da kam ein A4 PDF’s auf dem die Uhrzeiten standen, daneben eine kleine Box mit der Frage: "Was sind meine 3 wichtigsten Tätigkeiten für den Tag."

Ich fand es ein bisschen mager und war enttäuscht.  Am nächsten Tag kam ein Mail von der Dame auf dem ich las: "Ich habe gerade zufällig noch 3 Coaching-Plätze frei für Menschen mit Lebensmittel-Allergien, kostet 900 Dollar."

Das funktioniert aus verschiedenen Gründen nicht - das Opt in passt nicht zu ihrem Angebot. Also habe ich keine Erfahrung gemacht von ihr als Gesundheitscoach. Das Optin in war enttäuschend. Also stell ich mir vor, dass ihr Coaching ähnlich engagiert und kompetent ist, wie ihr Opt-In.

Mit deinem Opt-In beginnt also einen Dialog.

Stell dir vor, du machst einen Vortrag und nachher werden entweder Fragen beantwortet oder Menschen kommen vorbei, schütteln dir die Hand und sagen danke, machen eine Anmerkung, wollen noch was wissen. Genau sowas ist dein Opt-In. Es geht darum wirklich in Kontakt zu kommen.

Für wen ist das Opt-In gedacht?

Was du suchst, ist Austausch und Kontakt mit Menschen, denen deine Arbeit wirklich nützt, mit denen du gerne arbeitest und die auf der Suche nach deinen Dienstleistungen sind.  Du brauchst nicht tausend Leute auf deiner Liste, die mit deiner Arbeit nichts anfangen können, denn

in dem Moment, wo du auf eine professionelle Software umsteigst, zahlst du deine Beiträge für die Anzahl der Subscriber.

Aber was schwieriger ist, du wirst dich verführt fühlen, Produkte für Menschen zu entwickeln, die nicht in deiner maximalen Genie- und Freudezone liegen.

Dein Opt-In soll schon mal ganz genau vorsortieren, wer zu dir kommt. Menschen, denen du wirklich helfen kannst und mit denen es dir wirklich Spass macht zu arbeiten. Du kannst dir das wie ein Konzert von Miten und Premal vorstellen.

Leute, die sich Mantras interessieren kommen ins Stadion/ Konzertsaal.

Leute, die näher am Thema sind und guten Kontakt zu den Veranstaltern haben, kommen in den VIP Bereich.

dann gibt es Menschen, die vorne in der ersten Reihe sitzen

Und dann gibt es eine ganz kleine Handvoll Menschen, die mit den beiden abends beim Yogi Tee sitzen.

Es würde überhaupt keinen Sinn machen, Menschen, die nur auf Heavy Metal stehen, eine kostenlose CD mit Mantras anzubieten. Wir wollen sie Menschen geben, von denen wir wissen, dass es sie glücklich macht und die wir gerne näher kennenlernen wollen.

Dein Opt-In ist also darauf zugeschnitten, deine ideale Zielgruppe zu erreichen.

Das sind mögliche Formate für Opt-Ins:

  • Zugang zu einer geschlossenen Facebook Seite. Leser tragen sich in die Liste ein und bekommen dafür Zugang zu einer moderierten, von aussen nicht einsehbaren Seite, z.B. Auf Facebook. (Vorteil – Menschen erleben dich regelmässig in Interaktion, Nachteil: viel Arbeit
  • Leser tragen sich für dein Webinar ein und landen damit auf deiner Newsletter Liste.
  • Bonus auf ein Produkt (x % weniger)
  • Gratis Mitgliedschaft für einen Monat
  • Checklisten (z.B. hol dir meine ultimative Checkliste für dein erstes Online Produkt)
  • Gratis Artikel, E-Books,
  • Quiz, Fragebogen, Gewinnspiel
  • Schnupper-Coaching
  • Radio Shows mit Gästen/ Produkten/ Fragen und Antworten
  • Ressourcen-Katalog (meine zwanzig besten Gratis-Tools für…)
  • Camps & Challenges ( in 7 Tagen zu mehr xy)

 

Energetischer Stolperstein beim Erstellen deines Opt-Ins:

Ich muss beweisen, wie klug ich bin… 
Das ist ein Thema, das meist auf der ganzen Homepage sichtbar wird und nicht nur bei deinem Opt-In.

Das ist die Hürde, über die wir stolpern, wenn wir noch nicht so sicher sind mit dem was wir tun. Da ist unser Denken sehr auf Sicherheit ausgerichtet. Wir wollen gut dastehen und stellen alle Ausbildungen und gelesenen Bücher nach vorne. Doch das ist oft kontraproduktiv.

Je unsicherer wir sind, desto weniger können wir unsere Arbeit aus dem Blickwinkel unserer Kunden betrachten. Wir strengen uns total an und schiessen mit unserem Bemühen am Ziel vorbei. Man nennt das Überkompensation (das war mein Nummer eins Stolperstein und ich habe lange gebraucht und das zu verstehen.)

Deine Leser sind nicht dazu da, dich toll zu finden und zu sagen: Wow, was die alles weiss. Denn je mehr du dich anstrengst, dein eigenes Sicherheits-Podest zu bauen, desto grösser wird der Abstand zwischen dir und deinem Leser / Kunden. Und je mehr du dich beweist, desto unbeholfener fühlt sich deine Leserin. Sie findet dich toll, sich selber hoffnungslos und zieht weiter.

 

Der Ausstieg aus Überkompensation:

Schau deine Homepage, deine Produkte aus der Welt deiner Kundin an. Und helfe ihr so erfolgreich wie möglich zu werden.

Und zwar gleich am Anfang mit deinem Opt-In. Das heisst – ein Problem erkennen und lösen. Und alle Angebote, Fragen um dieses eine Problem herum kreieren. Nicht noch gleich noch 20 andere Kapitel aufschlagen.

 

Star-Allüren

Trau dich wirklich in Kontakt zu gehen mit deinen Lesern. Deine Leser sind nicht irgendwelche Zahlen, sondern Menschen mit einem Anliegen. Manchmal gibt es etwas, das ich als hinderliche Star-Allüren bezeichne. Wir wollen Leser haben, aber wir wollen keine Zeit dafür aufwenden, mit ihnen wirklich zu reden und denken uns dafür liebe eine neue Marketing-Strategie aus. Meist steht dahinter eine Angst, nicht gut genug zu sein. Dabei sind deine Leser eine unerschöpfliche Quelle an Informationen.

 Frag deine Leser:

  • Was sie für Probleme haben
  • Worüber sie gerne mehr hören wollen
  • Lass sie abstimmen über ein Themen für Kurse

Das kann als direkt auf deiner Homepage stattfinden – zum Beispiel bei den Kommentaren auf deinem Blog. Oder du lädst sie ein, dir zu schreiben. (Das ist vermutlich nicht mehr so praktisch, wenn deine Liste wirklich gross ist, aber am Anfang unschlagbar.)

 

Dein bezahltes Angebot muss besser / wertvoller sein als dein Opt-In 

Ein zu aufwändiges Opt-In kann ein Fall von Überkompensation sein. Beispiel:

Eine Strategie Coach bietet eine Gratis-Strategie Sitzung für 60 Minuten an. Daneben kann man eine bezahlte Strategiesitzung buchen, 60 Minuten 180 Euro.

Er hat sich gefragt, warum seine Kunden nach der kostenlosen Sitzung nicht mit ihm weiterarbeiten wollen…Lösung: entweder muss das nächste bezahlte Angebot umfangreicher sein, oder der kostenlose Anteil kürzer. Wenn ich das Gefühl habe, ich muss plötzlich für etwas zahlen, das jeder andere im gleichen Umfang kostenlos bekommt – gibt das einen energetischen Kurzschluss im System.

Wenn gratis Sessions deine Methode sind, um eine Newsletter Liste aufzubauen,  wirst du mit einstündigen Sitzungen ziemlich viel Arbeit haben. Ausser du verkaufst Luxusboote und brauchst nur 2 Kunden pro Jahr…

 

Dein Opt-In muss also die richtige Proportion haben zum bezahlten Angebot. 

Wenn dein günstigstes bezahltes Angebot 20 Franken kostet, dann sollte dein Opt-In nicht mehr als 5 - 10 Franken sein, wenn dein bezahltes Angebot bei 1000 Franken beginnt, kann dein Opt-In einen Wert von 100 - 200 Franken haben. In jedem Fall braucht es eine Methode, die für dich vom Arbeitsaufwand her wirklich machbar ist (also überlege gut, wenn es darum geht, gratis Beratungen anzubieten, in welchem Umfang das für dich machbar ist, oder ob du da noch einen Zwischenschritt einbaust)

Copy um dein Opt-In zu beschreiben (als die Texte um dein Opt-In zu bewerben)

Damit meine ich nicht den Text innerhalb deines Opt Ins. Sondern den Text FÜR dein Opt-In. Nicht nur deine Homepage, sondern auch dein Opt-In braucht gute Copy, also Text, der erklärt, warum sich jemand dein Ding auch holen soll. Wir alle haben viel zu viele Infos, PDF’s, Angebote. „Komm, mach, tu…schau dir mein Video an….!“

Mmmmh. Warum? Mit deinem Text hilfst du einerseits deinem Leser entscheiden, ob er dein Opt-in auch wirklich braucht, und du sorgst dafür, dass sich die Leser eintragen, mit denen du gerne in Kontakt gehen möchtest.

 

Hier sind einige Anregungen:

Schreib genau darüber, welches Problem dein Opt-In löst und welche Erfahrung es vermittelt. Und das sollte natürlich wirklich ein Thema sein, das deine Kunden bewegt. Wenn du nicht sicher bist, mache eine Umfrage oder Interviews bei deinen eigenen Kunden oder bei Menschen aus deiner Zielgruppe. Zum Beispiel in Facebook Gruppen, in denen sich deine Zielgruppe aufhält. Du sagst ganz klar, dass es eine Umfrage ist und kein Verkaufsgespräch. Du kannst dafür einen kleinen Bonus anbieten als Dankeschön. Nebst den relevanten Themen für deine Zielgruppe hörst du auch, welche Wörter und welche Sprache deine Zielgruppe verwendet. Genau die fliesst in deinen Text dann ein.

 

Software für Umfragen: https://de.surveymonkey.com (Und ja ich weiss, Umfragen – kein hurra Projekt: „Ich will nicht aufdringlich sein, ich weiss ja eigentlich, was die brauchen, etc. blablabla. Doch überspring den Schritt nicht)

 

Beispiele für bessere Titel: 

Wenn du anbietest – „Hier ist mein Fragenkatalog mit 127 Fragen rund ums Thema xy…“ Ehrlich, selbst wenn du 1001 Fragen anbietest, was bewirken die?

„Hol dir meine Checkliste, die dich Schritt für Schritt zu folgendem Ergebnis führt….“ Schon viel besser. Erstens, weil du anbietest das Ding wirklich auch zu holen. Zweitens, weil du erklärst, was dein Opt-in bewirkt.

 

Noch ein Tipp zum Thema Copy:

Es kann so verführerisch sein, in deiner Copy für dein Opt-In das Blaue vom Himmel zu versprechen, einfach um möglichst viele Menschen dazu zu bringen sich in deine Liste einzutragen. Ein Wort der Vorsicht: Wenn sich dahinter aber nur jede Menge Luft verbirgt, werden sich deine Leser denken: „Ach, auch nur so ein Schaumschläger!“ und du hast eine Chance vertan, zu zeigen, wer du bist und worum es in deinem Business geht. Wenn du mit deinem Opt-In eine enttäuschende Erfahrung vermittelst, gehe ich als Leser davon aus, dass das deine Verkaufsmasche ist. Viel Wind um nix und halte mich von deinen Angeboten eher fern.

Mach lieber ein kleines Ding, aber mach es wirklich gut. Und mach es so, dass dein Angebot der logische nächste Schritt nach dem Opt-In darstellt.

 

Opt-In technisch:

Prüfe den Dateinamen von deinem Opt-In (download-Produkte)

Es gibt den Titel, den wir vorne auf unser E-Book setzen oder der in der Überschrift steht. Doch wie sieht es aus mit den Dateinamen von Produkten, die man downloaden kann (E-Books, Audios, Videos, Arbeitsblätter?)

Meistens heisst es sowas wie: final-irgendwas.pdf: Hilfe, warum nur schreiben wir immer wieder final auf unsere Dateinamen, nur weil wir für einen Moment glauben, dass es das Endprodukt ist? Das ist unklug. Denn du willst, dass dich deine Leser in ihren Unterlagen wiederfinden und erkennen können.

So geht’s besser:

KatharinaZulegerNordsternWorkshop.pdf

KZulegerKlarheitin60Minuten.pdf

 

Links zu deiner Homepage

Dein Opt-In muss innen auf der ersten Seite den Link zu deiner Homepage enthalten und ein Foto von dir! (Ich habe dutzende von Opt-Ins gesehen, die überhaupt nicht mehr identifizierbar waren. Weder durch den Dateinamen noch im Inhalt). Wenn es ein Audio ist oder ein Video nenne deinen Homepage-Namen (Untertitel oder aufsprechen)

Software

Dein Opt In zusammen mit einer Landing Page ist ein prima Business Start bevor du überhaupt eine ganze Homepage gestaltet hast. Eine Landing Page ist eine Seite, auf der interessierte Leser landen um sich dein Opt-In zu holen, ein bisschen was von dir zu erfahren und sich in deine Newsletter-Liste einzutragen.

Die meisten machen am Anfang den Fehler (ich auf jeden Fall) sofort eine riesige Homepage zu gestalten, Logos, Branding und alles Mögliche zu betreiben, bevor es überhaupt ganz klar ist, wo es in ihrem Business ganz genau lang geht. 

Fang lieber mit einer Landing Page an. Das ist am Anfang ausreichend. Eine Landing Page ist grundsätzlich gut wenn du Werbung und Webinare machst, bei Kooperationsprojekten mitmachst, für Guest Posts….(selbst wenn deine Homepage fertig und ausgereift ist) 

Hier wirst du fündig:

Die englischen Angebote sind einfach vielfältiger und günstiger als die deutschen. Alle Texte, die deine Leser sehen können auf Deutsch geschrieben werden. Du solltest aber halbwegs sicher sein auf Englisch, um deine Seite aufzusetzen:

http://unbounce.com/ (hochgelobt, Landing Page only)

http://www.leadpages.net (gelobt)

https://ontrapages.com (hat eine gratis Version)

http://convertkit.com (macht alles, Landing Pages und ein mega gutes Newsletter Programm. Ziemlich alle im englischsprachigen Bereich wechseln gerade zu convertkit. Ich auch und ich finde es toll.

http://www.yourfans.de (deutsch)